In Bad Ems wohnen 3850 Evangelische. Es gibt zwei Kirchen. Die Kaiser-Wilhelm-Kirche steht in der Nähe des Hauptbahnhofes. Sie ist zurzeit aufgrund dringend notwendiger Sanierungsmaßnahmen für Besucher geschlossen. Die Martinskirche steht auf dem Gelände des antiken Römerkastells im ältesten Siedlungsgebiet von Bad Ems, in der heutigen Marktstraße.

Martinskirche

Nordansicht der Martinskirche in Bad Ems

In der Martinskirche trifft sich die Gemeinde sonntags um 10.30 Uhr zum Gottesdienst, mit Ausnahme des 2. Wochenende eines jeden Monats. An diesem findet ein Abendgottesdienst samstags um 18.30 Uhr statt. Die Kirche ist mittwochs von 13 bis 17 Uhr und sonntags von 11.30 bis 17 Uhr für Besichtigungen geöffnet.

Unsere Martinskirche wurde von 2013 bis 2014 aufwändig restauriert. Die romanische Architektur ist wieder stärker betont. Im Inneren finden Sie ein großes Altarkreuz, ein farbiges Fenster mit einer Symbolik für den geteilten Mantel des heiligen Martin, ein Taufbecken und ein Vortragspult aus der Baukeramik-Werkstatt der Firma Ebinger, Bad Ems. Alte Ausmalungen sind im südlichen Seitenschiff wieder freigelegt worden. Seit dem 4. Advent 2014 wird im Gottesdienst und für Konzerte eine neugebaute Orgel der Firma Eule, Bautzen, gespielt. Sie erinnert mit ihrem Klang an die historischen Instrumente der Orgelbauer Silbermann.

Kaiser-Wilhelm-Kirche

Angebote

Die meisten Veranstaltungen der Gemeinde finden im Gemeindehaus neben der Martinskirche statt. Es sind insbesondere die verschiedenen Musikgruppen, der Seniorennachmittag und die CVJM-Jungschar. Viele Gemeindemitglieder freuen sich an sorgfältig vorbereiteten Gottesdiensten, interessanten und anregenden Themenabenden, am Orgelspiel und an Konzerten. Für Familien mit Kindern wird das Angebot erweitert. Mithilfe des Dekanates Nassau kann besonders für Ältere, Kranke und Rehabilitationspatient/inn/en in den Kliniken Seelsorge angeboten werden.

Zur Gemeinde gehören auch die Evangelischen der Ortsteile Fachbach und Kemmenau. Geleitet wird sie vom Kirchenvorstand und einer Pfarrerin.

Diakonie

Vor 125 Jahren kamen auf Betreiben der Pfarrfamilie Vömel zwei Diakonissen aus dem Mutterhaus in Bern nach Bad Ems, um eine kleine Krankenstation zu betreiben. Es gab damals in den Familien der Bergarbeiter, die unter Tage Blei und Silber abbauten, viel Not. In relativ kurzer Zeit traten viele junge Frauen in die neu gegründete Diakonissengemeinschaft ein. Anfang der 1920er Jahre waren es schon über einhundert Diakonissen. Ein Krankenhaus wurde mit staatlicher Unterstützung gebaut, in dem vielen Menschen aus der Region bis Anfang der 70er Jahre geholfen werden konnte. Die Diakonissenschaft hat für beinahe hundert Jahre das kirchliche Leben in Bad Ems mit geprägt. Heute ist die Diakoniegemeinschaft Friedenswarte Trägerin von drei Seniorenheimen und einem ambulanten Pflegedienst.